Wie schnell verlieben sich Männer?

Wie schnell verlieben sich Männer? Wie lange brauchen sie, bis sie Gefühle für eine Frau entwickeln – geht es schneller oder langsamer als beim weiblichen Geschlecht? Und warum dauert es manchmal nach der Trennung nicht lange, bis jemand Neues an ihrer Seite gesichtet wird? All diesen Fragen haben wir uns gestellt – und hier gibt es die Antworten!

Wie schnell verliebt sich ein Mann?

Manche vergleichen es so: Ein Mann funktioniert gefühlsmäßig wie ein Gas-, eine Frau wie ein Elektroherd. Was das bedeutet? Ein Mann kann sich deutlich schneller entflammen! Und Gefühle für eine Frau entwickeln, sich in die verlieben.

Das zeigen auch die Erfahrungen immer wieder. John Gray, der Autor des Bestsellers „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“, spricht in diesem Zusammenhang von vier Phasen:

„1. Das Erste was ein Mann für eine Frau empfindet, ist ein betont körperliches Interesse. Er mag die Figur, ihre Augen, die Art wie sie sich bewegt, ihren Hintern und ihre Haare. Ein ganz bestimmtes Detail an ihrem Äußeren lässt ihn nicht mehr los und er denkt „Wow..!“ Der Charakter ist dabei aber erst einmal nebensächlich.“

In Phase Nr. 2 merkt er, wie wohl er sich eigentlich bei ihr fühlt: „Zu dem rein physischen Interesse gesellt sich jetzt ein Gefühl der Zärtlichkeit. Er will Dich nicht nur überall berühren (wie das in der ersten Phase der Fall ist), sondern  auch möglichst Tag und Nacht bei Dir sein. Deine Anwesenheit gibt ihm dieses Hochgefühl, das er unbewusst schon lang gesucht hat.“

Und was passiert in Phase Nr. 3? „Nachdem sich die ersten Gefühle nun bei ihm eingestellt haben, beginnt er ein geistiges Interesse für Dich zu entwickeln. Er ist nicht nur vom Gefühl her für Dich begeistert, sondern er will Dich auch als Person besser kennenlernen. Er fühlt sich von Deinem Charakter angezogen, von der Art und Weise, wie Du denkst, von der Weltanschauung, dieser ganz bestimmten Art wie Du mit den Mitmenschen umgehstt, er interessiert sich für Deine Familie, für den weiteren Lebensweg usw.“

Schlussendlich folgt Phase 4: „Erst nachdem er diese ersten drei Phasen nun durchlaufen hat, beginnt sich das Herz für eine gemeinsame Zukunft mit Dir zu öffnen. Er weiß um Deine Schwächen, doch schätzt und liebt er Dich, so wie Du bist, mit allem Drum und Dran. Er ist bereit für eine etwas Festes „in guten wie in schlechten Zeiten“.“

Du siehst: Eigentlich gibt es gar keine sooo großen Unterschiede in Sachen Verliebtheit bei Mann und Frau. Vielmehr sind es die kleinen, feinen Differenzen, die hier zutage treten. Und die dazu beitragen, dass man es so wahrnimmt: Frauen verlieben sich auf eine andere Art und Weise als Männer – und umgekehrt.

Wie schnell verlieben sich Männer nach einer Trennung?

Manchmal hat man man (bzw. frau) den Eindruck: Kaum getrennt, hat ER wieder jemand Neues an seiner Seite. Die Trennung hat ihm scheinbar überhaupt nichts ausgemacht, er ist wohl ganz schnell über das Scheitern seiner Beziehung hinweg. Oder tröstet er sich nun mit einer neuen Flamme? Um sich nicht mit der Trennung auseinandersetzen zu müssen?

  • Klar, pauschal lässt sich das nicht sagen.
  • doch Fakt ist: Männer haben tendenziell früher wieder eine Beziehung als Frauen.

Warum das so ist? Weil sie häufig tatsächlich Schwierigkeiten haben, sich mit den Gründen für die Trennung, all den negativen Gefühlen, die damit einhergehen (wie etwa Wut, Trauer, Verzweiflung, Schmerz) auseinander zu setzen. Weil sie all dies, den Liebeskummer, nicht zulassen können und wollen, weil sie häufig unbewusst Angst vor einer solchen Konfrontation haben. Daher wird verdrängt – und versucht, die Gefühle weit, weit weg zu schieben.

Nicht selten fühlt er sich auch verletzt. Besonders dann natürlich, wenn er verlassen wurde. Er ist genickt, zweifelt an sich selbst. Um diese Zweifel auszuräumen, sucht er sich jemand Neuen – auch, um wieder Bestätigung zu erhalten. Um sich selbst und der Welt zu zeigen „Seht her, ich werde DOCH geliebt!“.  Das ist der Neuen gegenüber nicht unbedingt fair. Denn ihr Charakter ist auch in diesem Fall eher nebensächlich, man könnte stattdessen sagen: Sie ist eher Mittel zu Zweck. Ob das gegenüber ihr fair ist, sei einmal dahin gestellt.

 

Männer und Gefühle, das ist also so eine Sache. Viele scheuen davor zurück, haben Angst davor, von ihren Emotionen überrollt zu werden. Trauen sich nicht, sie anzunehmen – aus Angst, dem Kummer, dem Schmerz und der Verzweiflung nicht gewachsen zu sein. Und das Bild des „echten Kerls“, dem nichts und niemand etwas anhaben kann, zu zerstören.

Daher versuchen sie, sich vor den Augen der Öffentlichkeit ja nichts anmerken zu lassen. Heulen? das können andere – er tut „so etwas“ doch nicht! Dabei würden Tränen manchmal eine Erleichterung bringen. Gefährlich wird es auch dann, wenn er zu vermeintlichen Hilfsmitteln wie Drogen, zu viel Alkohol und Co. greift, um seine Trauer gewissermaßen zu betäuben und zu ersticken. Das wäre genau die falsche Strategie!

 

Zum Glück erkennen langsam immer mehr, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle zuzulassen. Für einen selbst, für das persönliche Weiterkommen. Nur so wird er über die Trennung hinwegkommen. Und die Ex eines Tages zwar nicht vergessen können (schließlich ist sie ein Teil seiner Liebesbiografie, wie dies umgekehrt ja ebenfalls so ist). Sondern sie loslassen. Und bereit sein, für einen neuen Abschnitt – und um einige Erkenntnisse reicher. Die er für die nächste Beziehung nutzen kann.