Trennung – was tun?

Trennung – was tun? ist gerade die Frage, die Dich am meisten umtreibt? Weil Du jetzt nicht so recht weißt, was nach dem Scheitern Deiner Beziehung auf Dich zukommst? Was ist jetzt zu tun? Wir wollen Dir gerade jetzt, in dieser schwierigen Phase, beistehen. Und haben daher eine Checkliste ausgearbeitet, die Dir helfen soll!


Wie sieht die Checkliste Trennung und Scheidung konkret aus?

Nach einer Trennung und Scheidung kommt so einiges auf einen zu. Natürlich sind da all die Gefühle und Emotionen, mit denen man nun zu kämpfen hat. Nach der Trennung gilt es jedoch auch, gewisse Dinge zu regeln, wenn beide fest entschlossen sind, sich scheiden zulassen. Dafür kann das erste Trennungsjahr gut genutzt werden. Doch was raten die Experten in diesem Zusammenhang? Wie geht es denn nun weiter, was sind die ersten Schritte, die zu erledigen sind?

Angesichts all der verschiedenen Dinge, die nun anstehen, ist es leicht, den Überblick zu verlieren, für sich selbst den Eindruck zu erhalten: Mir wird das alles zu viel. Auch deshalb möchten wir Dir einen genauen und konkreten Leitfaden an die Hand geben, an den Du Dich halten kannst. Hier daher unsere Checkliste, was jetzt, nach der Trennung und vor der Scheidung, ansteht:

  1. Sichten der Unterlagen. Im idealen Fall ist dieser Schritt schon vor dem Trennungsgespräch erledigt worden. Doch häufig hat man nicht wirklich den Kopf frei – umso wichtiger ist es daher, nach der Trennung schnellstmöglich sämtliche Unterlagen zu kopieren, die sich mit dem Vermögen und dem Einkommen des Anderen befassen (das gilt auch für das gemeinsame Hab und Gut). was dazu zählt? Zum Beispiel Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide und -erklärungen, Nachweise für Darlehen sowie Ausgaben. Auch Versicherungsprämien und die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate zählen hier mit dazu. Das Gleiche gilt für wichtige Vereinbarungen zwischen Euch beiden: Immobilienkaufverträge, Euer Ehevetrag (sofern es denn einen gab), Gesellschaftsverträge bei Selbständigen. Das ist wichtig für spätere Fragen wie den Unterhalt und den Versorgungsausgleich. Behalte zudem im Hinterkopf, dass auch Du Deine eigene Einkommenssituation nachweisen musst!
  2. Hole Dir Hilfe. Die meisten tun dies über einen Anwalt – am bestne schon vor der eigentlichen Trennung. Das hat seinen Sinn, denn ein taktischer Fehler kann schnell dazu führen, dass man mit rechtlichen Einbußen rechnen muss. Wende Dich hierzu am besten an einen Anwalt der sich mit dem Fachgebiet Familienrecht befasst. Eine Erstberatung kostet meist ca. 190 Euro samt Mehrwertsteuer, die genauen Kosten variieren jedoch. Achtung jedoch vor Anwälten, die nicht genau und kritisch nachfragen! Und nur daran interessiert sind, auf die Gegenseite verbal einzudreschen. Vor Gericht wird diese Taktik nicht ziehen – hier zählen die Fakten.
  3. Hole Auskünfte ein. Bevor Du Unterhalt einklagen kannst, musst Du sämtliche Belege, die diesen Anspruch stürzen können, beisammen haben. Was dann nicht vorliegt, wird über ein Auskunftsverfahren (das im extremen Fall über das Gericht läuft) eingeholt. Davon hängt ab, ab wann der Unterhalt gezahlt wird – notfalls dann auch rückwirkend.
  4. Fordere Unterhalt ein. Nun kann die Berechnung des Unterhaltes erfolgen. Dies kann im Eilverfahren geschehen, wenn die Familie existenziell bedroht ist. Einen guten Anhaltspunkt für die Höhe der Zahlungen bietet die Düsseldorfer Tabelle.