Trennung verkraften

Du möchtest Deine Trennung verkraften und letzten Endes überwinden können? Wie aber kann Dir das gelingen? Was zeigen die Erfahrungen, die in dieser Hinsicht gemacht wurden? Wir haben mit einer Expertin gesprochen. und das sind ihre Tipps:


Was sind gute Tipps nach Trennung?

Eine Trennung bedeutet stets einen klaren Einschnitt. Und es ist nicht nur die Liebe, die zu Bruch geht. Sondern auch so mancher Traum, so manche Vorstellung, die mit eben diesem Partner verknüpft war. Das aufzugeben, das ist schwer. Und macht es umso härter.

Unsere Expertin beschäftigt sich schon seit Jahren mit genau diesem Thema. Ein guter Grund, sie eingehend zu befragen, was sie allen Neu Singles in dieser Situation rät:

„Gib Dir unbedingt Zeit zum Trauern und zum Verarbeiten! Denn es ist ein Prozess. Ein Prozess, der nicht mal eben im Vorbeigehen „erledigt“ werden kann. Leider erlebe ich es in meiner Praxis immer wieder, dass die Leute verdrängen, versuchen, ihren Kummer und ihren Schmerz ganz weit weg und beiseite zu schieben. Doch funktioniert das nicht. Vor allem nicht langfristig gesehen. Denn der Schmerz mag in diesem einen Moment vielleicht geringer erscheinen. Doch ist der oder die Ex noch immer im Hintergrund, übt dort seinen oder ihren indirekten Einfluss aus. Das macht es schwer, wirklich voran zu kommen, das alles hinter sich zu lassen.“ Du siehst also, wie wichtig es ist, die Gefühle, die jetzt anklopfen, auch herein zu lassen, und sie zu akzeptieren! Sie auszuleben, auch dies ist wichtig. Klar, das wird nicht immer gleich gut gelingen. Und manchmal tut Ablenkung auch ganz gut, vor allem dann, wenn die Gedanken sich im Kreis drehen, wenn man einfach nicht weiterkommt. Doch ist es eben auch wesentlich, sich mit seinem Kummer und seinem Schmerz auseinander zu setzen.

Hierzu die Expertin: „Deshalb sollte man weinen, wenn einem danach ist. Und nicht alles runter schlucken, in sich hinein fressen. Viele – vor allem Männer übrigens – tendieren dazu, jetzt jeden Abend auszugehen oder sich gleich in eine neue Beziehung zu stürzen. Um sich und der Welt zu beweisen, dass sie eben doch nicht so wertlos und ungeliebt sind, wie sie sich gerade fühlen. Doch ist dies der falsche Ansatz.“

Was besser ist: drüber reden! Am besten mit einer Person, der Du vertraust. Der Du nichts vorspielen musst und die sich selbst nach dem 99. Mal noch Deinen Kummer anhört, das, was Dich bewegt. Gut, vielleicht hast Du nicht immer die Kraft und den Mut, Deine beste Freundin oder Deinen Kumpel anzurufen – etwa, wenn es drei Uhr in der Nacht ist. Dann hilft auch, alles aufzuschreiben. „Durch den Akt des Schreibens wird einem selbst vieles klarer. Denn mit der Trennung kommen häufig gewisse Ängste in einem hoch. Etwa die Angst, einsam und alleine sein zu müssen, der Situation nicht gewachsen zu sein“, so unsere Expertin. „Oder die Liebe gar nicht verdient zu haben. Der ungewohnten Situation nicht beikommen zu können. Diese Ängste sind in der Regel irrational. Und erst, wenn wir sie erkennen, können wir ihnen auch angemessen begegnen. und sie dann auflösen.“ Das drüber Reden und Schreiben ist eine wahre Entlastung für einen selbst, wie sich immer wieder zeigt. Daher: Überwinde Dich und fasse Deine aktuelle Situation in Worte!