Einvernehmliche Trennung

Du interessierst Dich näher für das Thema Einvernehmliche Trennung? Was bedeutet das eigentlich? Und wie lässt sich eine solche erzielen? Wir haben gründlich recherchiert. und möchten Dir hierzu nun einige wichtige und wertvolle Tipps mit auf den Weg geben!


Ist eine einvernehmliche Trennung ohne Anwalt möglich?

Bevor wir auf diese Frage genauer eingehen, wollen wir uns erst einmal mit dem Begriff an sich beschäftigen – und damit, was er eigentlich zu bedeuten hat, was er ausdrückt. Und was dies dann für Konsequenzen nach sich zieht.

Wie es der Name bereits andeutet, geht es bei der einvernehmlichen Trennung bzw. Scheidung darum, dass sich BEIDE für diesen Schritt entschieden haben – und das freiwillig. Beide sind sich darüber einig, dass ihre Beziehung keine Zukunft mehr hat – trotz aller Versuche, die vorab unternommen wurden und leider nicht erfolgreich waren. Deshalb haben sich beide für eine Zukunft ohne den jeweils Anderen entschieden – und können diese Entscheidung von sich und für sich rechtfertigen und bejahen.

Doch muss es, bevor es zur Scheidung geht, natürlich trotzdem zu einer Trennung der beiden Haushalte kommen. Das bedeutet: Getrennte Kassen, jeder führt seinen Haushalt ab sofort alleine. Meist wird einer der beiden ausziehen, wenn sie trotzdem noch in einer gemeinsamen Wohnung, in einem gemeinsamen Haus zusammen sind, dann lebt trotzdem jeder für sich hier allein. Das bedeutet konkret: keine gemeinsamen Mahlzeiten mehr, auch ein Fernsehabend auf dem Sofa ist nicht mehr drin. Dieses Arrangement ist natürlich ein wenig komplizierter (ganz zu schweigen von den emotionalen Faktoren, die ebenfalls sehr belastend ausfallen können ) – daher raten wir, davon ab, wenn es denn geht.

 

Bei einer einvernehmlichen Scheidung ist eine Einigkeit auch über das Finanzielle vorhanden. Das bedeutet im Klartext: Versorgungsausgleich, Unterhaltszahlungen, die eventuell fällig werden: all dies kann harmonisch geklärt werden. Das gilt auch für Punkte wie das Sorgerecht, sofern gemeinsame Kinder vorhanden sind.

Dann müssen auch keine Anwälte eingeschaltet werden. Doch, und hiermit kommen wir auf die eingangs gestellte Frage zurück: Ein Anwalt ist trotzdem notwendig. Warum das so ist? Weil dieser den formalen Schritt übernehmen muss, und zwar, den Scheidungsantrag aufzusetzen und schließlich, nach dem Unterzeichnen des anderen Partners, diesen beim Gericht einzureichen. Die Unterzeichnung kann, wie bereits angedeutet, ganz ohne anwaltlichen Beistand stattfinden – es braucht daher „nur“ einen Anwalt, der sich um das Formale, wie bereits beschrieben, kümmert.

Solch ein Schritt kann die Verfahrensdauer der Scheidung natürlich sehr verkürzen. Schließlich muss man sich nicht mehr um jedes kleinste Detail streiten. Drei bis vier Monate sind hier also möglich, bis der Schlussstrich auch ganz offiziell gemacht werden kann. Zum Vergleich: Es kann schon bis zu einem Jahr (wenn nicht sogar länger) dauern, bis es dazu kommt – wenn sich beide so gar nicht einig sind.

 

Um Dir das zu ersparen, um möglichst schnell wieder neu anfangen zu können, solltest Du daher an einer einvernehmlichen Trennung interessiert sein. Vor allem, wenn Kinder mit im Spiel sind. Diese jetzt, da es für sie ohnehin schon sehr schwierig ist, in das Scheidungsdrama mit hinein zu ziehen, ist alles andere als fair – man könnte es fast schon als unverantwortlich bezeichnen.