Männer und Gefühle richtig deuten – so geht’s

Du willst Männer und Gefühle richtig deuten? So geht’s! Worauf aber solltest Du in diesem Zusammenhang alles achten? Und wie kannst Du erkennen, ob ER seine Gefühle mal wieder überspielt? Was dahinter steckt und wie Du IHN entziffern kannst, das erfährst Du in diesem Beitrag!

Überspielt er seine Gefühle?

Zugegeben, Männer sind manchmal nicht ganz so leicht zu verstehen. Vor allem dann nicht, wenn ihre Taten nicht mit den Worten übereinstimmen. Wenn Du nicht ganz schlau aus seinem Verhalten wirst: Meint er tatsächlich das, was er sagt? Und warum dieser Schritt vor, dieser Schritt zurück? Und warum hast Du bloß das Gefühl, dass er Dir gegenüber nicht wirklich offen ist?

Frauen haben Männer zum Glück etwas voraus: Ihnen fällt sehr viel schneller auf, dass etwas nicht stimmt. Dass etwas nicht so ganz zusammenpasst. Das ist der Empathie zuzuschreiben, dem Einfühlungsvermögen und dem feinen Gespür für menschliche Stimmungen. Sowie die Fähigkeit, auch zwischen den Zeilen lesen zu können, feine Nuancen wahrzunehmen. Männer sind in der Hinsicht sehr viel weniger begabt: Für sie gibt es in der Regel nur den direkten Weg. Und keine Umwege! Daher sind sie auch nicht sonderlich begabt darin, zu überspielen, auf die feinen Nuancen zu achten.

Zumal das ja bekanntlich so eine Sache ist mit Männern und ihren Gefühlen. Viele haben es nicht wirklich gelernt, zu ihnen zu stehen, sie an- und wahrzunehmen. Weil ein Mann ja keine Gefühle zeigen sollte, zumindest nicht zu offensichtlich. Dieses Mantra ist immer noch in ihren Köpfen. Und so sind sie besonders wenn es um die Liebe geht, erst einmal ein wenig hilflos. von der Wucht der Emotionen, die damit einergehen, überrascht – und sie fühlen sich dem Ganzen ausgeliefert.

  • Das ist ein Gefühl, dass sie so gar nicht schätzen.
  • Schließlich WIRD nun ja etwas mit ihnen gemacht.
  • Sie sind also nicht die handelnden Akteure.
  • Und das ist etwas, mit dem sie erst einmal klar kommen müssen.

Viele versuchen daher erst einmal, die eigenen Gefühle zu überspielen. Doch woran erkennt man (bzw. frau) das? Zum Beispiel an den folgenden Anzeichen:

  • Er ist nervös.
  • Er weicht aus.
  • Er „flieht“ aus der Situation.
  • Er fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Haut.

Er ist übertrieben selbstbewusst, versucht, so zu tun, als ob nichts wäre. Er markiert ganz bewusst den starken Kerl, um allen zu zeigen „Seht her, mir kann nichts und niemand etwas anhaben.“ Das aber auf übertrieben „laute“ Art und Weise, so dass es unecht wirkt.

Unecht ist in diesem Zusammenhang ein sehr gutes Stichwort. Denn Frauen spüren schnell, wenn jemand nicht authentisch ist. Wenn jemand etwas vorspielt. Vor allem auf längere Zeit.

Beobachte ihn daher ein wenig: Wie verhält er sich Dir gegenüber? Kann er Dir in die Augen schauen, ist er ruhig? Hast Du das Gefühl, er verhält sich offen und ehrlich? Oder trommelt er unruhig und nervös mit seinen Fingern auf dem Tisch herum, spielt mit dem Handy, der Blick schweift umher? Das kann darauf hindeuten, dass ihm unwohl ist – und dass er seine Gefühle überspielen möchte.

Er leugnet seine Gefühle – doch warum?

Was aber sind seine Gründe dafür, nicht zu den eigenen Gefühlen und Emotionen zu stehen? Warum ist er nicht offen und ehrlich? Sondern versucht, so zu tun, als ob nichts sei?

Ein häufiger Grund ist Angst. Angst davor, sich auf etwas einzulassen, auf eine Beziehung. Eine Bindung einzugehen, sich jemandem anzuvertrauen, sich ihm (oder ihr) auf „Gedeih und Verderb auszuliefern“. Denn so wird es tatsächlich von vielen gesehen: man liefert sich jemandem aus.

Und so leugnet man zunächst die Gefühle – auch aus Angst, verletzt zu werden. Vielleicht, weil man in dieser Hinsicht schon so seine (negativen) Erfahrungen gemacht hat. Weil man am eigenen Leib erfahren hat, wie es ist, verlassen zu werden. Und weil man sich nicht noch einmal in diese Situation begeben möchte, komme, was wolle.

Deshalb zieht man sich zurück, versteckt die Gefühle  –  mit dem Ansinnen, sich selbst zu schützen. Auch, wenn das natürlich nur bedingt funktioniert. Auch, wenn man sich selbst damit um so viel Schönes bringt, um die Chance auf eine harmonische und erfüllte Beziehung vor allem. Doch ist es die Angst, die einen zurück hält – und die einen gefangen nimmt.

Vielleicht kommen auch ungute Erinnerungen an die Kindheit hoch. Etwa, als man miterlebte, wie die Eltern sich scheiden ließen. Wie auf einmal nur noch ein Elternteil da war. Wie verlassen und einsam, wie wertlos man sich damals fühlte. Das alles soll ja nicht noch einmal passieren. Auch deshalb zieht man sich nun zurück – und leugnet die eigenen Gefühle.

Man könnte also in gewisser Weise von einer Bindungsangst reden, von einer Art Torschlusspanik. Einer überstürzten Reaktion. Zumal sich Gefühle bekanntlich schwer leugnen lassen – und wenn, tut es einem selbst nicht gut. Doch ist die Angst nun mal ein sehr starker Gegner, dem man nur schwer begegnen kann – vor allem dann nicht, wenn man sich selbst diese Angst nicht eingesteht.

Hinzu kommt häufig, dass man ständig das Gefühl hat: Vielleicht könnte ja noch etwas Besseres kommen. Flirtportale oder Apps wie Tindr tragen ihren Anteil dazu bei, dass man(n) sich kaum noch festlegen will. Und das Beziehung führen auf lange Sicht in gewisser Weise verlernt hat. Sich vielleicht auch in der Rolle des Ungebundenen, Freien gefällt. Und dann erst recht die Flucht ergreift, wenn es ernst wird..