Trennung mit Kind

Eure Beziehung steht vor dem Aus – und nun wisst Ihr nicht, wie Ihr es Eurem Kind/ Euren Kindern am besten sagen sollt? Was ist bei einer Trennung mit Kind alles zu beachten? Wie solltet Ihr nun am besten vorgehen? In diesem Beitrag findest Du wichtige Informationen zu genau diesem Thema!


Trennung mit Kind: was beachten?

Auch für Kinder ist die Situation nicht einfach – schließlich lieben sie ihre Eltern gleichermaßen, wollen am liebsten, dass diese für immer und ewig zusammenbleiben. Umso wichtiger ist es daher, es dem Nachwuchs schonend beizubringen! Und es nur dann zu sagen, wenn die Trennung beschlossene Sache ist.

  • Diskutiert mit ihnen auf keinen Fall, ob Ihr beide Euch trennen solltet!
  • Und zieht nicht über den Anderen her.
  • Erklärt kurz und knapp, warum Ihr Euch trennt.
  • Doch werdet dabei nicht zu ausführlich – denn gerade jüngere Kinder können mit dieser Flut an Informationen überfordert sein.

Überlegt Euch auch im Vorfeld Antworten auf wichtige Fragen wie etwa: „Wo schlafe ich denn jetzt, wenn wir ausziehen?“ oder „Wer bringt mich jetzt zum Kindergarten?“ Denn Kinder wollen gerade in dieser Situation nun mal Gewissheit haben – und das ist ja auch verständlich.

Allerdings gehen Kinder in den verschiedenen Altersstufen unterschiedlich mit einer Trennung um. Das wollen wir uns im Folgenden mal genauer ansehen:

1. Bei Kleinkindern und Babys zeigt sich häufig, dass sie auf eine Trennung mit aggressivem Verhalten und mit Wutanfällen reagieren – auch, wenn sie das Aus der Beziehung nicht einordnen können, bekommen sie es trotzdem mit. Andere wiederum entwickeln starke Verlustängste und klammern sich an den verbliebenen Elternteil. Beginnen, sich wieder einzunässen, andere Rückschritte in der Entwicklung zu machen. umso wichtiger ist daher eine stete Fürsorge und Geduld! Und regelmäßiger Kontakt des Anderen.

2. Kindergartenkinder denken häufig, dass sie an der Trennung schuld sind. Schließlich empfinden sie sich als Mittelpunkt der Welt, beziehen daher alles auf sich selbst. Umso wertvoller ist daher eine klare Struktur, dem Kind möglichst viel Sicherheit und Liebe zu geben.

3. Bei Schulkindern sind erste Loyalitätskonflikte zu beobachten. Sie können ansatzweise verstehen, was da gerade passiert ist.  trotzdem sind sie traurig, hilflos und wütend – nicht selten werden die schulischen Leistungen schwächer, sie ziehen sich zurück. Und sind geneigt, Partei für den ein oder anderen Elternteil zu ergreifen. Umso wichtiger ist es jetzt, sich dies nicht zunutze zu machen, vor dem Kind schlecht über den Ex Partner zu reden. Sondern für Unterstützung zu sorgen, dem Kind Liebe und Sicherheit zu geben – auch jetzt.

4. Jugendliche in der Pubertät können das Geschehen natürlich noch einmal besser einordnen – und sind auch in der Lage, das alles von der Dritten Person aus zu sehen. Zeitgleich ist dies eine Phase, in der sie sehr mit sich selbst beschäftigt sind, damit, sich vom Elternhaus zu lösen, zu einer eigenständigen Persönlichkeit zu werden. Auch hier kann es zu einer Parteinahme, zu einem Rückzug und aggressivem Verhalten kommen. Der gewohnte Rückhalt ist nicht mehr da. Gerade jetzt ist es daher wichtig, dem Jugendlichen zu vermitteln: Ich, wir, bin/ sind auch weiterhin für Dich da – wenn Du das wünschst.